Eine Filzmooser Autorin erzählt über ihre Leidenschaft
Für Priska Dopf aus Filzmoos ist die Sprache ein ganz wichtiger Teil unserer Kultur. Sie selbst beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit dem Schreiben unterschiedlichster Texte. Besonders gerne ist die Autorin bei Vorlesungen in der Region gesehen. Priska meint dazu: „Die Sprache ist irgendwo auch ein Spiegel von Traditionen. Sie gibt die Identität von Menschen wieder und zeugt von ihrer Lebenswelt. Wenn Sprache verloren geht, geht auch Kultur unwiderruflich zu Grunde“. Priska hat viele Begrifflichkeiten aus der Mundart in ihren Texten verewigt und für die nachkommenden Generationen festgehalten. „Es geht in meinen Schriften um die verschiedensten Themen. Aber vielleicht konnte ich in all den Jahren den Geist der Zeit ein wenig festhalten“, erklärt Priska.
Vielseitige Aufträge
In der Vergangenheit flatterten die unterschiedlichsten Aufträge bei Priska ein: Gedichte für Hochzeiten, Firmungen oder andere Feierlichkeiten, Texte für die Gemeinde, den Kameradschaftsbund und andere Vereine, Geschichten für Erntedank oder den Bauernherbst und vieles mehr. „Einmal habe ich sogar ein Krippenspiel für ein Volksschultheater vorbereitet. Und was mir immer noch große Freude bereitet, sind die Adventsvorlesungen im Oberhof in Filzmoos. Die Weihnachtszeit ist einfach prädestiniert für schöne Texte, Gedichte und berührende Geschichten“, sagt Priska, die ihre Schreibarbeit gerne mit eigenen Zeichnungen bereichert. Auch heuer lauschten wieder viele Einheimische und Gäste, als Priska bei den Adventsvorlesungen einige ihrer Texte zum Besten gab.
Hier ein Gedicht von Priska über das Skifahren:
Die Lisbeth und die Adlheid
nehman sih zan Skifoahrn Zeit
mitn Lift foahrt ma a Bois
hinta eah, der Nachbar Lois.
Obm ankemm und dischgariert
wer de Ski-Partie anfüahrt.
Der Lois, er läßt sih nit lang bittn,
nimmt gleih d'Lisbeth in sei Mittn.
Da geht’s auf oanmal grad in'n Schuß,
und bei der Kurvn, is scho Schluß.
An jedn hauts amal ins Pfandl,
hiatz schauns aus, wia zwoa Schneemandl.
Die Händling und die Zipfihaubm,
werdns eah wohl noh aufdaklaubm.
S' Augnglas, habms nach dera Rundn,
Gott sei Dank ah wieda gfundn.
Nocha kimmt die Adlheid,
langsam um die Kurvn gkreit.
Fragg gleih, habts enk wohl nix brochn?
Sands noh ganz die Schienboanknochn?
Mih hats obm ah dreimal gschmissn,
hint hats ma d'Hosn zrissn!
Meine Steckn sand vabogn,
d'erschte Halbzeit is vaflogn.
Die Pistnwach flizzt noh vabei,
der denkt sih: Ah da foahrn die drei!
Langsam füahrt die Foahrt ins Ziel,
so schöne Tag, sand a nit viel!



