Irgendwo zwischen Berg und Tal, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Spaß und Ernst – irgendwo dort kann man die Berufsgruppe „Skilehrer“ ansiedeln. Sie arbeiten, wo andere Urlaub machen und können, was andere lernen wollen… Skilehrer sind eine eigene Spezies, die mit allerhand Vorurteilen behaftet ist.
Martin Strassegger, ein langjähriger Skilehrer verrät uns was es mit seinem Job und dessen Vorurteilen auf sich hat.
Martin, seit wann bist du Skilehrer in Filzmoos und was machst du während den Sommermonaten?
Martin: "Ich bin schon die 11. Saison in Filzmoos und im Sommer bin ich KFZ-Techniker in der Motoradbranche."
Ohne jetzt von dir zu sprechen – was denkst du über folgende Aussagen:
Skilehrer…
… chillen den ganzen Tag auf der Piste.
… sind jeden Tag beim Après-Ski.
… jagen jede Woche ein neues Skihaserl.
Martin: "Natürlich darf der Spaß nicht zu kurz kommen und ein klein wenig wird an den Aussagen schon dran sein, aber der Job als Skilehrer darf nicht unterschätzt werden. Es ist nicht mehr so wie früher, die Erwartungen der Gäste sind in den vergangenen Jahren schon angestiegen. Die Kunden möchten möglichst schnell und effektiv das Ski fahren lernen und nebenbei noch etwas über die umliegende Bergwelt erfahren. Das Feiern mit dem Skilehrer steht heutzutage im Hintergrund."
Viele Skilehrer haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie schätzen es, in einer landschaftlich reizvollen Umgebung zu arbeiten und lernen gerne neue Menschen kennen. So manche Skilehrer bringen schon seit Jahrzehnten Generationen von Skifahrern den richtigen Schwung näher. Sie sind sozusagen die „Urgesteine“ einer Skischule und werden gerne von Stammgästen gebucht.
Braucht man eine Ausbildung um Skilehrer sein zu können oder kann das jeder beliebige machen?
Martin: "Ja man braucht die sogenannte „Skilehrer Anwärter Prüfung“ um unterrichten zu dürfen. Zum Anwärter Kurs kann sich eigentlich jeder anmelden, aber gut Ski fahren muss man schon vorher können."
Was ist das Besondere an deinem Job?
Martin: "Ich mag die Kombination aus Sport und Spaß an der frischen Luft. Es ist toll immer wieder neue Leute kennen zu lernen – sowohl bei den Kollegen als auch den Gästen. Besonders schätze ich auch die abwechslungsreiche Arbeit. Man braucht ein gewisses Gespür, um sich auf die Gruppe einzustellen. Anfänger verlangen viel Geduld und Ausdauer und bei den Fortgeschrittenen muss man auf die jeweiligen Vorkenntnisse eingehen, damit die Schüler nicht unter- aber auch nicht überfordert sind."
Fährst du nur mit Kindergruppen oder unterrichtest du auch Erwachsene?
Martin: "Das ist ganz unterschiedlich, je nachdem wo ich gebraucht werde. Ich unterrichte Kinder und Erwachsene, außer das Rennlauf-Training, das ist bei uns Chefsache!"
Vielen Dank Martin, dass du uns einen Einblick in die Berufswelt von euch Skilehrern gegeben hast. Wir wünschen dir noch eine erfolgreiche und unfallfreie Wintersaison!
Wer gerne einmal als Skilehrer in Filzmoos arbeiten möchte, setzt sich am besten mit einer der 3 Filzmooser Skischulen in Verbindung. Diese sind auch gerne bei der Planung für die Ausbildung behilflich.




