Wenn der Winter aus dem Land zieht, macht er Platz für die weiße Königin
Allmählich werden die Sonnenstrahlen wieder stärker und wärmer. Sie bringen die dicke Schneedecke langsam aber sicher zum Schmelzen und machen Platz für einige Frühlingsboten. Die ersten Schneerosen des Jahres sind immer ein gutes Zeichen, dass der Frühling in großen Schritten naht. Dabei sind Schneerosen ganz besonders seltene Pflanzen, die mittlerweile unter Naturschutz stehen. Zugleich sind Schneerosen, die auch Nieswurzel genannt werden, seit dem Mittelalter als Herzmittel bekannt. Schon damals erfreute man sich an der Schönheit der Blume und war sich gleichzeitig über die Giftigkeit und eine mögliche Überdosierung bewusst. Trotzdem wendete man Schneerosen bei Epilepsie, Melancholie, Gicht und Herzbeschwerden an.
Der Frühling klopft an die Tür
Die Schneerose ist auch als Winterrose, Weihnachtsrose, Christrose, Brandwurzel oder Feuerwurzel bekannt. Einige der Namen weisen auf die frühe Blühzeit hin. Schneerosen haben von Februar bis April Hochsaison, wobei die Blütezeit je nach Höhenlage und Schneevorkommen auch schon im November beginnen und erst im Mai enden kann. Schneerosen lieben es, sich in der Nähe von Gebüschen zu verstecken, an Waldrändern zu blühen oder in felsigen, kalkhaltigen Böden ein leuchtendes Weiß zu zaubern. Filzmoos und vor allem der Weg in das Hofalmgebiet sind ein typisches Zuhause für die rar gewordenen Frühlingsboten. Unterhalb der Hofpürglhütte findet man sogar leicht pinkfarbene Schneerosen zum Bestaunen.
Nachdem die schönen Schneerosen bereits wegen ihrer Seltenheit unter Naturschutz stehen – aber auch aufgrund ihrer Giftigkeit – empfiehlt es sich, die Schönheit dieser Grazie mit bloßem Auge zu genießen und sie nicht zu pflücken.



