FILZMOOS - ein Ort mit besonders viel Herz.
Dorf am Fuße des Dachsteins, in einem Hochtal auf 1057 m gelegen, Haufendorf, Kirche und Schule auf einem Hügel - so steht es in der Filzmooser Chronik.
Früher ein Alm- und Bergbaugebiet, ist Filzmoos heute ein Kraftort, Wallfahrtsort, touristisches Bergdorf und Skigebiet.
Wir möchten euch nun die Geschichte von Filzmoos etwas näher bringen!
Die Geschichte von Filzmoos
Erste Siedler waren vermutlich die Taurisker. Die Taurisker waren ein keltischer Stammesverband am Ostalpenrand, deren Siedlungsgebiet meist auf Kärnten und Slowenien eingegrenzt wird.
Um Christi Geburt kamen dann die Römer in die Gegend. Ende des 6. Jahrhunderts drangen Slawen ins Ennstal vor, denen später, aus dem Lammertal kommend, Bajuwaren folgten. Bajuwaren ist die ursprüngliche Namensform des Baiern - heute würde man sagen, dass die Bayern mal kurz vorbei schauten.
„Viltmoos“
Urkundlich wurde Filzmoos erstmals 1333 unter dem Namen „In dem Viltmoos“ erwähnt. Der Name Filzmoos deutet also darauf hin, dass hier ehemals teils waldiger, filziger, teils mooriger, moosiger Grund vorherrschte. Diesen sumpfigen Talboden des Hochtales am Fuße des Dachsteinmassives bevölkerten damals Hirten.
Etwa bis zum 15. Jahrhundert wurde Filzmoos als Viltzmoos bzw. Viltmoos beschrieben oder genannt.
Bergbau in Filzmoos
In Filzmoos wurde in den vergangenen Zeiten auch Bergbau betrieben. Nachweislich wurde bereits im 11. Jahrhundert im Hammergraben, am Rötelstein, am Roßbrand, am Arzberg und auf der Schaidlalm Bergbau betrieben um Kupfer, Eisen, Arsen, Blei, Zink und Silber abzubauen.
Protestantenvertreibung im Salzburger Land
Wie die meisten Bergbauregionen des Landes hat auch Filzmoos schwer unter der Protestantenvertreibung in den Jahren 1731/32 gelitten. Der Ort verlor mehr als die Hälfte der Einwohner.
Fremdenverkehr in Filzmoos
Früher war Filzmoos ein Alm- und Bergbaugebiet, heute jedoch ist die Gemeinde hauptsächlich durch den Fremdenverkehr geprägt. Der Fremdenverkehr begann bereits Ende des Ersten Weltkrieges, damals erstreckte sich dieser aber nur über den Sommer. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Filzmoos auch für den Winterfremdenverkehr erschlossen.
Das kleine Bergdorf wuchs zu einem beliebten Erholungsort heran. Damals ahnte wahrscheinlich noch keiner, dass die Entwicklung des Fremdenverkehrs zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige werden würde.
So wird Filzmoos damals vom Fremdenverkehrsverband beschrieben:
Blumenreich, erholsam, sportlich, zünftig und voller Lebensfreude präsentiert sich das Bergdorf Filzmoos. Umgeben von einer herrlichen Bergwelt bietet Filzmoos seinen Gästen Sommer wie Winter die Möglichkeit der Erholung.
Wappen
Das Gemeindewappen wurde der Gemeinde Filzmoos am 26. September 1962 von der Salzburger Landesregierung verliehen.
„In Rot aus grünem Boden wachsend drei natürliche Mooskolben überhöht von einer goldenen Glocke mit vier silbernen Klöppeln.“
Die Mooskolben deuten auf den nassen Boden um Filzmoos hin und das Glöckchen symbolisiert die Legende vom Filzmooser Kindl.
Wir Filzmooser sind sehr stolz auf unseren kleinen Heimatort Filzmoos. Er ist ein Kraftort - nicht nur für uns Einheimische, sondern auch für unsere Gäste. Das kleine Bergdorf mit besonders viel Herz am Fuße der Bischofsmütze verzaubert immer wieder aufs Neue Menschen aus aller Welt. Man kann die Gastlichkeit und familiäre Atmosphäre im ganzen Ort spüren.



