Eine heilsame Pflanze
Wer im Mai mit offenen Augen durch die Natur spaziert, der findet neben einigen Frühlingsblumen eine besonders wichtige Heilpflanze: Der Frauenmantel wird seit dem Mittelalter für seine heilsame Wirkung geschätzt. Wie der Name schon sagt, ist die Pflanze eines der wichtigsten Heilkräuter für Frauen. Viele Anwendungen gehen aber auch über typische Frauenbeschwerden hinaus. So wird sie beispielsweise auch bei leichten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts verwendet oder kommt zur Blutreinigung und zur Unterstützung der Wundheilung zum Einsatz. Meistens wird der Frauenmantel in frischer oder in getrockneter Form als Teezutat verwendet. Man kann ihn aber genauso gut in einem Wildkräutersalat oder in einer Wildkräutersuppe finden.
Besondere Botschaft
In der freien Natur findet man den Frauenmantel mit seinen gesägten und nierenförmigen Blättern vor allem auf feuchten Wiesen und an Bachläufen auf. Eine schöne Besonderheit sind Tautropfen, die an manchen Frühlingstagen an der Oberfläche der Frauenmantelblätter vor sich hin glitzern. Wenn uns nun im Mai der Frauenmantel mit seinen saftig grünen Blättern begrüßt, so hat er meist eine Botschaft für uns:
„Verlasse dich auf deine eigene Intuition. Ich sorge dafür, dass du dein Bauchgefühl besser wahrnimmst und einer Eingebung mehr Vertrauen schenkst. Regle nicht alles mit dem Kopf – sondern hör auf dein Herz. Dabei kannst du dich gleichzeitig in Gelassenheit üben. Geduld und Hingabe sind typische, weibliche Eigenschaften. Vielleicht ist es besser einfach einmal abzuwarten, als etwas zu überstürzen!“
Diese schöne Botschaft sollten wir uns gerade nach der schwierigen Krisenzeit zu Herzen nehmen. Und was hat der Frauenmantel über seinen Lieblingsplatz zu sagen: „Mein schönster Platz hier in Filzmoos ist auf allen feuchten Wiesen und Feldern sowie direkt am Almsee in der Hofalm“. In diesem Sinne wünschen wir einen schönen aber vor allem auch gesunden Start in den Mai und offene Augen für die Botschaften der Natur!



