Schon alleine die Geschichte, wie das Kindl in die Pfarre in Filzmoos gekommen ist, ist hörenswert.
Wallfahrtsort Filzmoos
Das Bergdorf Filzmoos ist ein bekannter Wallfahrtsort, denn schon seit Jahrhunderten kommen Pilger zum „Filzmooser Kindl“. Das „Filzmooser Kindl“ ist eine gotische Figur, das seit der großen Kirchenrenovierung vor rund 60 Jahren in einem Strahlenkranz in der Mitte des Altarraums der Wallfahrtskirche thront.
Wann genau in Filzmoos die Wallfahrt einsetzte, ist nicht bekannt, doch es wird vermutet, dass es um die Mitte des 15. Jahrhunderts war. Seit jener Zeit pilgern Menschen zum „Filzmooser Kindl“ und bitten es um Erlösung von ihren Nöten, um reichen Kindersegen, um Schutz vor Unglück in Haus und Stall, usw.
Das göttliche Kindlein mit dem klingelnden Glöcklein
Wie das „Kindl“ nach Filzmoos kam, ist eine spannende Geschichte. Der Legende nach wurde das hölzerne Jesuskind von Hirten gefunden. Damals hatte die Kirche von Filzmoos noch keinen offiziellen Status und so wurde das Kindl in die Pfarrkirche nach Altenmarkt gebracht. Doch über Nacht kam das Kindlein auf wundersame Weise wieder zurück und so durfte es dann auch in Filzmoos bleiben. Es wurde in das „Peterskirchlein“, die heutige Wallfahrtskirche, gebracht und dort aufgestellt.
„Gnadenröckchen“ je nach Jahreszeit
Das Filzmooser Kindl ist eine der wenigen Jesuskind-Pilgerstätten, die es noch gibt. Das besondere ist das „Gnadenröckchen“ des Jesuskindes, das je nach Jahreszeit wechselt.
In der Fastenzeit trägt das Kindl ein weißes Kleid, ab Pfingsten bis zur Adventszeit ist es in Rot gekleidet und in der Weihnachtszeit schmückt ein goldenes Brokatkleidchen die wertvolle Figur.
Eine kleine Gruppe fleißiger Filzmooser hat die ehrenvolle Aufgabe übernommen, das Kindl passend zur Jahreszeit zu kleiden. Das Umkleiden ist zu einem liebevollen Ritual geworden.




