Das Maibaumaufstellen hat in unserer Region eine lange Tradition. Üblich ist es, dass in jedem Ort ein Maibaum aufgestellt wird. Am 1. Mai ist es wieder soweit und die Landjugend Filzmoos kann am Dorfplatz Hand anlegen, wenn der Maibaum aufgestellt wird. Da darf auch das passende Rahmenprogramm nicht fehlen und so wird natürlich auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Der Maibaum gilt als Symbol für Fruchtbarkeit, Leben und Blühen der Natur. Meist wird eine bis zu 35 Meter lange Fichte verwendet, die von einem Bauern aus dem Ort zur Verfügung gestellt wird. Nachdem der Baum gefällt wurde, muss er „geschöpst“, d.h. von der Rinde und den Ästen befreit werden. Nur an der Spitze des Baumes bleibt der grüne Wipfel erhalten. Aus den abgeschnittenen Ästen wird ein Kranz gebunden, mit dem der Maibaum geschmückt wird und natürlich dürfen auch die rotweißen Bänder als Dekoration nicht fehlen. Vielerorts werden auch Würstchen und Brezen an den Bändern befestigt, welche beim traditionellen „Baumkraxeln“ als Preis zu Boden gebracht werden. Als typischer Brauch gilt auch das „Maibaumstehlen“. In der Nacht vor dem ersten Mai darf der Baum entwendet werden. Um ihn vor Dieben zu schützen, wird er von der Filzmooser Landjugend bewacht. Sollten die Diebe es schaffen, den Baum dennoch zu entwenden, muss der Baum durch eine Ablöse freigekauft werden. Dabei handelt es sich allerdings meist „nur“ um ein paar Kisten Bier.
Für den schönsten Maibaum gibt es auch Prämierungen. Im Jahr 2016 konnte der Filzmooser Maibaum überzeugen und bekam die „Maibaum-Krone“ des Bundeslandes Salzburg verliehen. Somit gewann die Filzmooser Landjugend 1000 Liter Stiegl Bier.



