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Selbstgemachter Liebstöckel-Wein

Mit einer gesunden Pflanze der Verdauung etwas Gutes tun!

Schon seit dem Mittelalter schätzt man den Liebstöckel für seine positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Auch heute noch feiern viele ernährungsbewusste Menschen die Heilpflanze und ihren gesundheitlichen Nutzen – und das obwohl das Kraut in vielen heimischen Gärten eher unscheinbar wirken mag. Besser bekannt ist die Pflanze als Maggi-Kraut. Diesen Namen erhielt sie wegen ihres typischen Aromas, welches dem der bekannten Gewürzsauce ähnelt. Dabei ist in der Fertigsauce gar kein Liebstöckel enthalten. Das natürliche Liebstöckelaroma ist jedenfalls sehr intensiv und herzhaft.

 

Mein schönster Platz

Viele Menschen wissen gar nicht, dass in ihrer unmittelbaren Nähe Liebstöckel wächst, denn die Pflanze ist eher unscheinbarer Optik. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler und ist eine mehrjährige Pflanze. Blühend kann sie bis zu zwei Meter hoch wachsen und an geeigneten Standorten bis zu 15 Jahre alt werden. Vorrangig werden die Blätter als Gewürz verwendet. Diese sind gefiedert und dunkelgrün und erinnern an jene von Sellerie und Petersilie. Wer das Kraut gerne in der Küche verwendet, schmeißt es zum Würzen in Suppen, Saucen oder Salate. Ebenso gerne kombiniert man das Kraut mit Gemüse-, Fleisch oder Fischgerichten. Neben dem geschmackvollen ätherischen Öl enthält der Liebstöckel aber auch verschiedene Vitamine, wie zum Beispiel B-Vitamine, Vitamin C oder die Mineralstoffe Kalzium, Eisen und Kalium. Aus diesem Grund ist er auch in der Küche von Filzmooser Köchen ein gern gesehener Gast. Könnte der Liebstöckel sprechen, so würde er uns erzählen: „Mein schönster Platz hier in Filzmoos ist in den heimischen Gärten, wobei ich einen sonnigen bis halbschattigen Platz bevorzuge. Wer ganz genau hinschaut, der findet mich auch am Oberberg, am Weg zur Rettensteinhütte“.

 

Zubereitung Liebstöckel-Wein

Etwas ganz Besonderes ist der Liebstöckel-Wein, der für Magen und Darm sehr wohltuend sein kann. Für diesen Wein sammelt man eine handvoll Liebstöckel-Blätter. Rund 100 g schneidet man klein und gibt sie zusammen mit einem Liter Weißwein in einen Glasbehälter. Nun lässt man dieses Gemisch am Fensterbrett zehn Tage lang ziehen. Dabei darf die Mischung täglich durchgeschüttelt werden. Anschließend lässt man das Getränk durch ein Sieb laufen, um die Blätter zu entfernen. Im Anschluss füllt man den Liebstöckel-Wein am besten in dunkle Flaschen. Man kann ihn als Aperitif reichen, um Magen und Darm auf die Verdauungsarbeit einzustimmen. Außerdem nimmt er das Völlegefühl und reguliert die Verdauungssäfte. Der Liebstöckel-Wein ist nur eines der vielen Beispiele aus der heimischen Naturküche. Weitere regionale Gaumenfreuden können unsere Gäste im Rahmen der Filzmooser Almcard genießen!