Wandertipp für Geübte und nur bei Schönwetter!
Filzmoos und die umliegende Bergwelt sind vielen Naturliebhabern und Wanderern sowie Kletterfans ein Begriff. Wer gerne stundenlang in einer sanften Almlandschaft unterwegs sein möchte, ist in unserem Bergdorf richtig. Gleichzeitig gibt es auch tolle Routen für Geübte sowie für Kletterer. Eine besonders schöne Strecke führt uns Richtung Dachsteinmassiv. Genauer gesagt startet man von den Hofalmen aus über das Rinderfeld Richtung Hofpürglhütte, die über einen wunderschönen Höhenwanderweg zu erreichen ist. Hier wandert man bis zum Linzer Weg und darf sich über grüne, saftige Matten und sanfte Hügel freuen. Am Fuße des Hochkesselkopfs kann man bereits eine schöne Sicht nach Süden zu den Hohen Tauern genießen, da sich hier oberhalb der Waldgrenze tolle Aussichtspunkte befinden. Ebenso könnte man als Alternativroute von der Oberhofalm auf markierten Almwegen zum Rinderfeld wandern. Dies ist entweder über den traumhaften Almsee oder über den Weg Richtung Sulzenhals möglich. Weiter oben treffen die Wege wieder zusammen. Unmittelbar danach geht es etwas steiler weiter über eine Wiese und ein Waldstück. Schließlich landet man auf einer Ebene namens Kaserboden, die von den Flussadern der Warmen Mandling durchzogen wird. Ein traumhafter Anblick – da sich das Wasser quasi wie gezeichnet über die Wiese schlängelt. Die Rede ist vom sogenannten „Liebäugl“.
Sanfte Wiesen, schroffe Felsen
Hier wandert man neben den stellenweise tief eingefurchten Bächlein weiter über das Almgelände, das mit zahlreichen massiven Felsen und Steinbrocken versehen ist. Gerade im Herbst ist diese Gegend mit den gelb leuchtenden Lärchen märchenhaft und kunterbunt. Etwas höher gelegen befindet sich ein Wanderweg, der die Hofpürglhütte mit der Adamekhütte verbindet. Diesem Weg folgt man Richtung Osten bis die weichen Almhügel sich in ein steiniges und felsiges Gelände verwandeln. Eine Tafel macht auf die hochalpinen Gefahren des im Jahre 1901 errichteten Linzer Weges aufmerksam. Bis hierher kann man traumhafte Ausblicke nach Westen zur nahen Bischofsmütze genießen. Schließlich führt der Steig über einen Schotterhang am Felsfuß und einer kleinen Höhle vorbei. Nach einem steilen Anstieg geht es recht anspruchsvoll durch eine 200 Meter hohe Klamm, die teils ausgesetzt ist aber mittels Drahtseilsicherungen entschärft wird. Dennoch ist dieser Streckenteil nur etwas für geübte und schwindelfreie Personen. Am Ende erreicht man die Reißgangscharte auf 1.952 Metern Seehöhe, die ihren Namen nicht zu Unrecht erhalten hat. Jedenfalls darf man hier einen unvergleichbaren Blick auf die Gosauseen genießen. Wer den gleichen Weg retour absteigt, der sollte dies vorsichtig tun, um Steinschlag möglichst zu vermeiden.
Gamsgelände und Traumpanorama
Außerdem ist es möglich, von der Reißgangscharte aus weiter zu wandern. In einem ähnlichen „Gamsgelände" geht es hier weiter bis zum Hochkesseleck. Man steigt über teilweise leicht ausgesetzte, aber gut mittels Drahtseile gesicherte Felsbänder bis in nahezu ebenes, unschwieriges Gelände auf. Der Weg ist bestens mit Markierungen, Stoamandln und Stangen markiert. Schließlich erreicht man über einen letzten Aufstieg den Scheitelpunkt des Linzer Steiges beim Oberen Hochkesselkopf auf 2.283 Metern Seehöhe. Hier darf man bei einer Rast einen grandiosen Ausblick über das hochalpine Gelände des Dachsteingebirges sowie des Gosaugletschers Richtung Adamekhütte genießen.