DAS Naturschauspiel im Pongau
Es ist endlich wieder so weit! Eines der eindrucksvollsten Ausflugsziele unserer Region öffnet nach dem Felssturz im Mai 2017 wieder seine Tore.
Ein Erdrutsch schloss damals 17 Menschen ein. Nach Informationen der Bergrettung lösten sich am besagten Samstag-Nachmittag im Bereich der Großarler Landesstraße etwa 300 Tonnen Geröllmassen. Diese rutschten in die Liechtensteinklamm und verschütteten den Fußweg beim "Tiefblick" komplett. Nach umfangreichen Baumaßnahmen in den letzten 3 Jahren konnte die Liechtensteinklamm Mitte Juni wiedereröffnen und strahlt seitdem im neuen Glanz.
Kollegentreffen in der Liechtensteinklamm
Auch wir, das Team von Filzmoos Tourismus, konnten uns letzte Woche ein Bild von der neuen Attraktion machen und können den Besuch der Klamm nur empfehlen.
Die Anreise von Filzmoos nach St. Johann beträgt ca. 40 Minuten mit dem Auto. Das diesjährige Kollegentreffen der Salzburger Sportwelt startet beim Parkplatz der Liechtensteinklamm. Bevor es losgeht, erzählt uns Hannes Rieser, Geschäftsführer vom Tourismusverband in St. Johann, die Geschichte der Liechtensteinklamm und wie es zu dem Felssturz im Mai vor 3 Jahren gekommen ist.
Sehr interessant ist auch, dass bereits im Jahre 1875 dieses alpine Naturschauspiel die Menschen so sehr faszinierte, dass die Schlucht durch eine Spende von Fürst Liechtenstein für die breite Öffentlichkeit mit Brücken und Stegen als Sommer-Ausflugsziel zugänglich gemacht wurde. Bis heute sind es bereits über 10 Millionen Menschen aus aller Welt, die die Klamm besucht haben.
Nach dieser sehr interessanten Einführung geht es los. Wir sind schon alle gespannt auf die neue Klamm und ganz besonders auf das Highlight, die „Helix“ Treppenanlage!
Vom letzten Parkplatz vor der Klamm wandern wir ca. 400 Meter bis zum Eingang (Kassa) der Liechtensteinklamm.
Weiter geht es entlang die bestens ausgebauter Wege und schon bald eröffnet sich uns ein faszinierender Blick auf die tiefen und langen Schluchten der Liechtensteinklamm.
Die tosenden Wasserfälle und die gewaltigen Wassermassen haben sich über die Jahrtausende immer tiefer in den Berg geschnitten und eine Schlucht entstehen lassen.
Highlight „Helix“
Wir sind alle begeistert von diesem spektakulären und beeindruckenden Naturschauspiel mitten im Pongau. Es wird uns schnell klar, dass die Bau- und Sanierungsmaßnahmen bestimmt sehr arbeits- und zeitintensiv waren. Doch diese Neuerungen sind auf jeden Fall eine enorme Aufwertung des Naturdenkmals. Aber das Highlight kommt noch! Wir schlängeln uns weiter durch die Schlucht, die Treppen hinauf, bis wir zur „Helix“ gelangen. Die imposant angelegte Wendeltreppe ragt bis zu 30 Meter in die Tiefe. Besucher können hier atemberaubende Eindrücke des Naturschauspiels erleben.
Geschäftsführer Hannes erzählt uns auch, dass im Zuge der Sanierung insgesamt drei Tunnel, vier Galerien und 60 Steinschlagnetze mit einer Gesamtlänge von 1.100 Meter errichtet wurden. Sämtliche Bauwerke und Sicherheitsschutznetze mussten mittels Hubschrauber in die Klamm eingeflogen werden. Rund 7.000 Flugminuten und hohe Präzision waren notwendig, um die teils tonnenschweren Baumaterialien in die Klamm zu transportieren. Die umfangreiche Felsberäumung an den teils überhängenden und bis zu 200 Meter hohen Felswänden ist ebenfalls abgeschlossen. Für Sicherheit sorgt zusätzlich ein Monitoringsystem, welches Bewegungen im Felsen im Millimeterbereich überwacht.
Wir halten kurz inne und bestaunen die neue Wendeltreppe und ein paar Fotos dürfen natürlich auch nicht fehlen!
Nachdem wir die Helix hinabgestiegen sind, wandern wir auf teilweise etwas engen Stegen weiter und schließlich kommen wir am Wasserfall, dem Ziel unserer Tour, an.
Dort legen wir eine kurze Rast ein und genießen den tollen Blick und die angenehm frische Luft. Die Sonnenstrahlen lassen durch den feinen Wasserstaub einen Regenbogen entstehen. Es ist ein einzigartiges Naturschauspiel und ein Erlebnis der besonderen Art für die ganze Familie.
Für uns geht es nach der kurzen Pause wieder den gleichen Weg zurück bis zum Eingang der Klamm. Im Gasthof Klammwirtin, lassen wir den schönen Tag gemütlich ausklingen.