Alle reden darüber, alle haben es bereits ausprobiert, nur ich noch nicht. Das muss sich ändern! Die Rede ist vom Schneeschuhwandern, der Trendsportart schlechthin, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
In einem schneereichen Winter wie diesem sind Schneeschuhwanderungen naturgemäß besonders angesagt. Also, nichts wie rein ins Sportfachgeschäft, um solche Dinger auszuleihen. Moderne Schneeschuhe sind ziemlich ausgefeilte Sportgeräte. Aktuell sind zwei vorherrschende Varianten auf dem Markt: Schneeschuhe mit Rohrrahmenkonstruktion und Kunststoffschneeschuhe. Letztere sind in unserer Region absolut vorherrschend. Sie haben den Vorteil, dass sie aus kältefestem Hartplastik gefertigt, kleiner und vom Gewicht her geringer sind. Außerdem eignen sie sich perfekt für alpines Gelände, zudem man die Gegend rundum Filzmoos wohl zweifellos zählen kann.
An einem bitterkalten Sonntag, jedoch bei herrlichem Sonnenschein, schließe ich mich einer geführten Anfänger-Schneeschuhwandertour an. Edi, ein echtes Filzmooser Urgestein, ist unser Guide. Zunächst fahren wir mit der Papageno-Gondelbahn auf den Roßbrand hinauf. Dort liegt der Schnee meterhoch. Soweit man sieht, nur Schnee… Die Schneekristalle funkeln in der Sonne, keine Wolke trübt den blauen Himmel – einfach herrlich.
Ich trage feste Winterstiefel und Edi zeigt mir, wie ich in die Schneeschuhe hineinsteigen und sie dann befestigen muss. Nachdem dies nicht nur bei mir, sondern bei allen Teilnehmern gut geklappt hat, erhalten wir von unserem Guide noch Stöcke. Diese dienen der Balance und sind vor allem bei weichem Pulverschnee von Vorteil. Dann kann es auch schon losgehen.
Edi stapft mit uns abseits des gespurten Winterwanderweges durch den tief verschneiten Winterwald. Er geht als Erster voran und „spurt“ mit seinen Schneeschuhen quasi den Weg für uns. Kurze Zeit später bahnt sich jeder Teilnehmer unserer kleinen Gruppe selbst seinen Pfad durch die Winterlandschaft. Ich staune, wie gut das mit diesen Schneeschuhen funktioniert, und es ist tatsächlich nicht schwer. Wir gehen langsam, aber stetig voran, der Genuss der Natur steht für uns alle im Vordergrund. Von Zeit zu Zeit bleiben wir kurz stehen, genießen das herrliche Panorama und lauschen interessiert Edis Erklärungen. Er erzählt über die umliegende Bergwelt, die aktuellen Schneeverhältnisse und über die Tierwelt im Winter.
Der Roßbrand ist weitum als Aussichtsberg bekannt, und die grandiose Aussicht verschlägt uns fast den Atem. Die Zeit vergeht viel zu schnell und ich bin fast enttäuscht, als wir wieder bei der Bergstation ankommen und sich unsere Runde sozusagen geschlossen hat.
Das Schneeschuhwandern hat uns allen großen Spaß bereitet und das Tolle an dieser neuen Trendsportart ist: es gibt praktisch keine Einstiegshürden. Man muss sich nur Schneeschuhe an die Füße schnallen und kann gleich losmarschieren. Vor allem für Menschen, die Ruhe suchen und gerne abseits der großen Touristenströme unterwegs sind, bietet das Schneeschuhwandern viele Möglichkeiten.
Wer das Schneeschuhwandern einmal ausprobieren und sich auch einer geführten Tour anschließen möchte, der meldet sich bei Edi Vierthaler unter der Tel. 0043 (0) 664 2136378.