lisi-titelbild

Kräuter-Expertin Lisi

Gesundheits-Tipp im Frühling!

Wenn im Frühling die warmen Sonnenstrahlen die letzte Schneeschicht zum Schmelzen bringen, streift sie meist schon irgendwo mit einem Korb über die Wiesen, um nach frischen Kräutern Ausschau zu halten. „Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen“, weiß Elisabeth Ebner vom Hammerhof in Filzmoos, die von den Einheimischen liebevoll als „Kreita-Weiwi“ bezeichnet wird. Lisi beschäftigt sich nämlich schon seit vielen Jahren mit der heimischen Pflanzenwelt und hat mittlerweile gegen fast jedes Wehwehchen ein Geheimrezept parat.

Entschlackende Brennessel

Während der Sommermonate sammelt die fitte Seniorin über 50 verschiedene Kräuter und Heilpflanzen. Auch wenn Lisi jetzt im Frühling außer Haus geht, tut sie dies niemals ohne zumindest einen Leinensack mitzunehmen. Dabei spielen für sie die Kräuter nicht nur als Gewürze in Speisen eine wichtige Rolle, sondern auch als Zutaten für den ein oder anderen Tee. Sie selbst schwört beispielsweise auf den Brennesseltee zur Entschlackung im Frühling, da dieser besonders gut für die Nieren, den Darm und die Blase ist. Wer Tee nicht mag, der sollte laut Lisi einen Brennessel-Salat oder eine Brennessel-Suppe sowie Brennessel-Spinat probieren. Auch wenn es um die Schönheit geht, legt sie der Damenwelt die Brennessel besonders ans Herz, denn: „Wer gesund ist, ist auch schön“, so die erfahrene Kräuterexpertin.

Mein schönster Platz

Leider wird die Brennessel oft als lästiges Unkraut mit schmerzenden Blättern bezeichnet und von vielen Menschen unterschätzt. Dabei hilft das wertvolle Heilkraut bei vielen Harn-, Nieren- und Gelenkleiden. Ausgesät wird es jetzt im April. Die Blüte- und Erntezeit ist vielerorts schon im Mai und Juni, wobei man die Brennessel bis Ende September auf halbschattig bis sonnigen Orten mit feuchten Böden antrifft. Würde man die heimische Pflanze nach ihrem Lieblingsplatz fragen, so würde sie antworten: „Mein schönster Platz hier in Filzmoos ist am Ufer des Hammerbachs“. Und genau dort sammelt Lisi auch fleißig Brennessel für ihren entschlackenden Tee im Frühling. Bei der jahrelangen Kräuterkunde könnte sie noch etliche Rezepte beschreiben und vermutlich stundenlang aus dem Nähkästchen einer Kräuterfee plaudern. Zu guter Letzt kommt der Geheimtipp schlechthin: „Wir sollten wieder mehr in die Natur gehen und diese in vollen Atemzügen genießen. Es kostet nichts und gibt dabei unendlich viele Schätze, die auf uns warten. Mein schönster Platz ist daher ohne Frage in der Filzmooser Natur“.