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Fiaker Schorsch mit seiner Dankbarkeit über den Filzmooser Ortsteil Hinterwinkl

Passend zu meiner Tour letztes Wochenende auf den Oberberg im Filzmooser Ortsteil Hinterwinkl, hat unser lieber Fiaker Schorsch eine Liebeserklärung an den „Filzmooser Herrgottswinkl“ geschrieben, wie er selbst dieses schöne Fleckchen Erde in seinem Gedicht bezeichnet.

Dem Schorsch könnten wir stundenlang zuhören – egal, ob bei einem seiner Gedichte oder wenn er seine Lieder von der Kutsche trällert. Er ist ein echtes Unikat, der die Natur und alle ihre Lebewesen mit größtem Respekt achtet. Vor allem aber liebt er seinen Heimatort Filzmoos, über den er immer wieder Nachdenkliches, aber auch Erheiterndes zu Papier bringt:

Hinterwinkl: Filzmooser Herrgottswinkl


Du seliger sogenannter Hinterwinkl,

bist unserer Bergheimat Herrgottswinkl.

Liegst so romantisch und gediegen am Fuße der Bischofsmütze,

in deinem Sein liegt meine Hoffnung, dass der Himmel unsere Heimat stets beschütze.

Wiesen, Wälder und Auen sowie der Bauernstand prägen diese Kulisse -

ich bin so dankbar, weil ich bei dieser Wahrnehmung so viel empfinde und nichts vermisse.

 

Ein Herrgottswinkl wird stets von einem Kreuz geprägt,

in dieser Anschauung ist es das Gipfelkreuz, in das der Mensch seine Hoffnung legt.

Es ist so still -

ich habe das Empfinden, der Herrgottswinkl ahnt, was ich will.

Ich bete für diese kleine auch meine Welt, dass sie so bleibt, wie von Gott gewollt,

dass der Wahnsinn unserer Zeit nicht alles zerstört, ich hoffe, dass mein Flehen nicht verschollt.

 

Lieber Herrgottswinkl, was immer auch vor deinen Augen geschieht – halte Wacht über unser Tal,

so wie es einmal war, wird es wohl nie mehr sein – ich vertraue dir alle Mal.

Hinterwinkl, drehe dich ab und zu um und schaue der Bischofsmütze ins Angesicht,

sage leise „Danke“ für ihr Sein und bete, dass sie nie zerbricht.

 

Ich weiß, der Blick nach vorne tut oft sehr weh,

so mancher sagt ganz traurig: „Weil ich vieles von damals nicht mehr seh“.

Hinterwinkl, du bist unser Herrgottswinkl, es möge für immer so sein,

dann hat auch der einen, bei dem er zu Hause nicht mehr soll sein.

 

In Freundschaft und Verbundenheit – aber auch in Dankbarkeit

Georg Vierthaler