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Ein Fliegenpilz bringt Glück!

Warum der Giftpilz gerne entdeckt wird

Schon seit Wochen haben heimische Pilze Hochsaison: Eierschwammerl (Pfifferlinge), Steinpilze und andere Speisepilze landen derzeit bei vielen Sammlern im Korb und schließlich im Kochtopf. Natürlich gibt es auch einige Pilze, die nicht zum Verzehr geeignet sind oder sogar als giftig bezeichnet werden.

 

Einer der bekanntesten Giftpilze ist sicherlich der Fliegenpilz. Dennoch bringt dieser rote Pilz mit weißen Punkten angeblich Glück. Woher aber hat der Fliegenpilz diesen Ruf? Früher diente er unter anderem als Fliegengift. Er wurde in Milch eingelegt und wirkte auf Insekten wie K.O.-Tropfen. Viele andere Völker verwendeten das Gift des Pilzes für rituelle Zeremonien. Im Mittelalter wurde er immer wieder in Verbindung mit Hexen gebracht, die ihm einen Glücksrausch zuschrieben. Und genau dieser Glücksrausch machte den Fliegenpilz vermutlich zum Glücksbringer. Pilzkenner hingegen behaupten, dass man einen Fliegenpilz niemals allein sichtet – sondern schmackhafte Pilze wie der Steinpilz gerne in seiner Nähe wachsen. Wer also während des Pilzesammelns einen Fliegenpilz entdeckt, der sollte die Augen offenhalten – vielleicht bringt er dem ein oder anderen Sammler auch auf diese Art und Weise Glück!